Heinrichswalde

zwischen Brohmer Berge, Friedländer Großer Wiese und Galenbecker See...

Ausflugsziele

In und um Heinrichswalde befindet sich eine große Anzahl verscheidener Sehenswürdigkeiten. Auf der folgenden Seite erhalten Sie einen interessanten Überblick von ausgewählten Ausflugszielen.

 

Galenbecker See

Der Galenbecker See befindet sich am Fuße der Brohmer Berge. Der See mit einem großen Niedermoorgebiet stellt für seltene und gefährdete Vogelarten wichtige Lebensräume dar. Mit der Urbarmachung sowie der intensiven landwirtschaftlichen Bewirtschaftung der Friedländer Großen Wiese wurde der See in den letzten 30 – 40 Jahren immer mehr in Schwierigkeiten gebracht. Das Moor sackte und der See lief teilweise aus. Hohe Nährstoffbelastung durch die Landwirtschaft sowie die Intensivhaltung von Karpfen führte zur Abnahme der Wassertiefe.

Das EU-Life-Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, die Moorflächen zu sanieren und die Lebensräume seltener und gefährdeter Vogelarten wiederherzustellen. Dazu muss der Wasserhaushalt wieder ausgeglichen werden, um die Verlandung des Sees sowie die Austrocknung der umliegenden Flächen zu stoppen.

Vogelarten wie die Große Rohrdommel, der Wachtelkönig oder der Schreiadler sowie auch seltene Pflanzen, z. B. die Mehlprimel sollen weiterhin am Galenbecker See zu finden sein.

Außerdem dient der See tausenden Zugvögeln als Rastplatz.

Nach dem die Planungsphase abgeschlossen werden konnte, wurde im Herbst 2005 begonnen, einen ca. 7 km langen Damm zu schütten, der den Ablauf des Wassers verhindern soll.

Die Sage von der Teufelsbrücke am Galenbecker See

Diese Sage erzählt, wie die Halbinsel, die den See in zwei Teile trennt, vom Teufel geschaffen worden sein soll.

Ein alter Schäfer musste seine Herde immer um den ganzen See herumtreiben, wenn er zu den schönen saftigen Wiesen an der anderen Seite des Sees gelangen wollte. Als ihn einmal das Zipperlein plagte, wurde er ärgerlich, weil er nicht so weit laufen konnte. Unter lautem Fluchen wünschte er sich, dass eine Brücke über den See sein müsste. Kaum äußerte er diesen Wunsch, als ein wild aussehender Mann neben ihm stand. Dieser furchterregend aussehende Mann bot ihm an, innerhalb nur einer Nacht, bis der Hahn dreimal gekräht hätte, eine Brücke über den See zu bauen. Als Bedingung sollte der Schäfer ihm dafür seine Seele verkaufen.

Der Schäfer ging auf diesen teuflischen Vorschlag ein. Als er abends heimkam bereute er sein Versprechen. Der Schäfer erzählte seiner Frau von dieser Begegnung und seinem Handel mit dem Teufel. Doch diese wusste Rat. Sie ging um Mitternacht in den Hühnerstall. Der Hahn dachte, es wäre schon früher Morgen und fing zu krähen an. Das hörte der Teufel. Dieser war mit seiner Arbeit noch nicht fertig und wurde wütend. Als der Hahn nun zum dritten Mal krähte, ließ er alles fallen. So entstand die heutige Teufelsinsel. Die Halbinsel heißt seit diesem Tag Teufelsbrücke.

 

Holländerwindmühle

 

Ursprünglich stand diese Mühle im benachbarten Mühlenhof, wurde dann aber nach Heinrichswalde versetzt. 1910 erwarb der Großvater von Gerhard Schröder, Herr Helmut Schröder, eine Müllerei mit Holländermühle und die dazugehörende Bäckerei. Bis zum Ende des zweiten Weltkrieges leistete die Mühle tadellos ihren Dienst. 1947/48 bekam die Mühle einen Motor. Nach einem Herbststurm wurden die Flügel zerfetzt und daraufhin demontiert. Ende der 60er Jahre verkaufte Herr Schröder die Mühle an einen Potsdamer Handwerker, der das Gebäude noch heute als Urlaubsdomizil nutzt.

 

Mühle

 

Kirche zu Heinrichswalde

 

Am 30. Mai 1934 fassten die Vertreter des Gemeindekirchenrates Heinrichswalde den Beschluss, eine Kirche zu bauen. Nachdem am 21. Juli 1934 die Gemeinde Abschied von der alten Kapelle im Schulgebäude nahm, in der 170 Jahre lang Gottesdienste, Taufen und Abendmahlsfeiern stattfanden, wurde am 26. August 1934 der Grundstein für das neue Gotteshaus gelegt.

Am 21.Oktober 1934 wurde Richtfest gefeiert. Diese kurze Bauzeit war nur möglich, weil viele freiwillige Helfer ihr Bestes gaben. Am 14. April 1935 wurde Einweihung gefeiert.

Der 1945 in Rothemühl eintreffende Missionar Hermann Hutfilz mit seiner Frau, der vielen alten Heinrichswaldern noch gut in Erinnerung ist, feierte nach Kriegsende auch in unserem Dorf die Gottesdienste. Karl-Heinz Röske übernahm nach ihm das Amt des Pastors.

1959 beschloss der Gemeindekirchenrat zwei neue Glocken anzuschaffen. Zwischen den beiden neuen Glocken hängt die alte Glocke aus dem Jahre 1690.

 

Die Mecklenburg - Pommersche Schmalspurbahn

Fragt man die älteren Bürger unserer Gemeinde, kommen gleich die Erinnerungen an die alte Bahnstrecke und den für die Heinrichswalder am nächstgelegenen alten Bahnhof „Rimpau“ zur Sprache. Der Schmalspurbahn wurde nachgesagt, dass sie so langsam fuhr, dass das Blumen pflücken während der Fahrt möglich war.

Mit der Urbarmachung der Friedländer Großen Wiese entstand die MPSB. Sie wurde für den Personen- und Güterverkehr genutzt. Die Strecke führte von Friedland bis Anklam!

Vom Nachbarort Schwichtenberg aus ist heute ein Teilabschnitt (2,6 km) bis Uhlenhorst mit viel Liebe wieder hergerichtet worden und wird durch einen Verein für Ausflugsfahrten (mit Kaffee und Kuchen) mit einer alten Lokomotive an den Wochenenden und Feiertagen angeboten.

Link: Mecklenburg-Pommersche-Schmalspurbahn Freunde e.V